Wer spricht denn da?


Wer spricht denn da?

Was in Europa vielleicht noch ein wenig unheimlich anmutet, ist in den USA schon gängige Werbepraxis: Plakate erkennen den vorbeifahrenden oder -schlendernden Kunden und können sogar seine Bedürfnisse einschätzen. Dementsprechend sendet es seine Werbebotschaft aus. In Läden gibt es bereits Werbetafeln, die das Geschlecht, das ungefähre Alter des Käufers und seine Einkaufstüten in der Hand mittels Abstandssensoren erkennen. Je nach Ergebnis senden sie weitere Produktinformationen oder spezielle geschlechter- und ethnischspezifische Werbung. Außerdem wird in der Tafel gespeichert, wer sich wie lange welche Werbung anschaut. Stammkunden, die mit Namen bekannt sind, können sogar mit „Hallo Frau Müller“ begrüßt werden. Ladeninhaber haben so eine exzellente demographische Auswertung und einen Überblick, welche Werbung zieht und welche nicht.

Die Firma Smart-Sign-Media, die sich auf Außenwerbung spezialisiert hat, erkennt an Highways die eingestellten Radiosender der vorbeifahrenden Autos. Die Antennen, die die Radiowellen empfangen, senden auch kleine Signale aus, die die Plakate einfangen. Somit kann die Zielgruppe ausgewertet werden, die zu bestimmten Zeiten die Hauptverkehrsstraße passiert. So kam heraus, dass morgens vor allem Countrysender gehört wurden (entspricht etwa den deutschen Schlagersendern), zum Feierabend hingegen Talk-Sender. Folglich wurden die Werbetafeln morgens mit Jeepwerbung gespeist und abends mit Werbefilmen für Limousinen.

Fazit

Spezielle Europa-Varianten sind bereits denkbar. Z.B. Wer zu lange auf das h&m Plakat starrt, generiert automatisch eine Informations-Mail an die Ehefrau.

Quellen: Smartsignmedia, Mobiltrak, Merl