Sauer macht lustig


Sauer macht lustig

Frauen auch!

Wenn Sie bislang nur die Redewendung „Sauer macht lustig!“ kannten, gibt es Neuigkeiten für Sie. Oder hätten Sie gedacht, dass auch Frauen machtlustig sind? Eine gemeinsame Studie der Akademie für Führungskräfte und des EWMD (European Womens Management Development International Network) befragte 270 weibliche Führungskräfte im Herbst 2004 darüber, wie sie erfolgreich führen und sich selbst in ihrer Position als Führungskraft wahrnehmen.

Die Mehrheit der befragten Frauen (78%) bekennt sich zur Lust an der Macht. Aber was ist für sie Macht? Die relativ meisten (35%) definieren das abstrakte Wort Macht als die Möglichkeit, „Dinge zu bewegen und zu verändern“. Andere beliebte Umschreibungen sind „Einfluss ausüben“ (22%) oder „Sozialkompetent und verantwortlich handeln“ (21%). Die Lust an der Macht führt so weit, dass rund 70% der befragten Frauen die Hierarchie im Unternehmen wichtig oder sogar sehr wichtig ist.

Die drei größten Widerstände, die weibliche Chefs von männlicher Seite wahrnehmen, sind das Unterschätztwerden (68%), die Arroganz (50%) und die Abwertung ihrer fachlichen oder persönlichen Kompetenzen (39%). Manche der Befragten sprechen Männern die Fähigkeit, mit Frauen fair zu konkurrieren, schlicht ab.

Kinder und Karriere schließen sich nicht aus. Davon sind 61 Prozent der befragten Frauen überzeugt. Ob sich aber Führungsverantwortung und Teilzeittätigkeit einander ausschließen, dazu sagt ziemlich genau der Hälfte der Frauen „Ja!“ und die andere Hälfte „Nein!“ Typisch Frauen – können sich halt nicht entscheiden. (Halt, war doch nur ein Scherz!)

Fazit

Eines steht jedenfalls fest. Marilyn Monroes Zitat: „Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen,“ hält kaum noch eine Frau von der Verwirklichung ihres Karriereziels ab.

Quelle: Die Akademie, Überlingen