Leistung – marschmarsch!


Leistung – marschmarsch!

Zum Erreichen Ihrer beruflichen Ziele bringen deutsche Manager gerne ihre Zeit aber ungerne ihr Geld ein: Mehr als die Hälfte würde länger arbeiten und für rund drei Viertel ist Weiterbildung in der Freizeit eine Selbstverständlichkeit. Doch nur 6,6% würden auch ein geringeres Einkommen in kauf nehmen. Dies zeigt die Akademie-Studie 2004 mit dem Titel ‚Zur Leistung (ver)führen – Leadership und Leistung in deutschen Unternehmen‘, für die die Akademie für Führungskräfte, Bad Harzburg, 342 Managerinnen und Manager befragte. 50,9 Prozent der Befragten geben an, 81 bis 100 Prozent ihrer möglichen Leistungskraft für das Unternehmen abzurufen und einzubringen. Jeder Zweite hat sich klare berufliche Ziele gesetzt und ist bereit, etwas dafür zu tun.

Es liegt nicht an unzureichender Vergütung, nicht an schlechter technischer Ausstattung und nicht an fehlendem Know-how, wenn Manager die innere Handbremse gezogen haben. Leistung wird vor allem dann blockiert, wenn zu wenig kommuniziert wird, Arbeitsanweisungen unklar bleiben oder schwelende Konflikte weder angesprochen noch ausgetragen werden. Die Ergebnisse illustrieren die Bedeutung des Beziehungsmanagements für die gesamte Unternehmens-Performance: Nur wer weiß, dass seine persönlichen Ziele und die Ziele des Unternehmens in Einklang stehen, bringt sich voll ein. Wirkliche und nachhaltige Leistungssteigerung lässt sich nur durch Wandel der Unternehmenskultur erreichen – durch das Erarbeiten störungsfreier Kommunikationskanäle, klarer Aufgabendefinitionen und Wegen zur Konfliktklärung und Teamfindung. Primäre Leistungstreiber sind mit Abstand die „weichen Faktoren“: Spass an der Arbeit und eigenständiges Arbeiten.

Eine authentische Führungskraft, ein offenes Unternehmensklima, klare Prozessabläufe und -strukturen, Arbeitsteams, die sich selbst Aufgaben, Ziele und Bewertungskriterien definieren – das alles sind Voraussetzungen, damit die Mitarbeiter sich hundertprozentig ein- und „volle Leistung“ erbringen.

Fazit

Das reine Drehen an der Gehaltsschraube ist nicht nur teuer – sondern der Umfrage zufolge gar nicht mal der beste und sicherste Weg, um die Performance zu erhöhen. Der Chef-Faktor ist wichtiger als der Geldfaktor. Es ist die Führungskraft, die anregt, nachfragt, Mut macht … nicht der Geldschein. Und am erfolgreichsten motiviert die Führungskraft, wenn sie authentisch ist.

Quelle: Die Akademie, Überlingen